Die Aufgaben

Bei Tough Hunter sind Vielseitigkeit, Kommunikation, Fitness und Kooperation gefragt.  Aufgaben und Anforderungen aus sieben Disziplinen machen aus dem Wald einen Abenteuerspielplatz und aus Dir und Deinem Hund wahre Jäger, ohne dass ein Tier dafür sterben muss.

 

Canicross

Laufen ist leichter, wenn man gezogen wird! Dieses Prinzip rechnet sich auf einer Strecke von 7 Km oder mehr durchaus und darf genutzt werden.  Bei Tough Hunter laufen die Hunde, bis auf wenige Freilaufsequenzen, dauerhaft im Zuggeschirr und am Bauchgurt des Menschen.  Wenn der Hund nicht zieht, muss sein Mensch die Strecke komplett aus eigener Kraft laufen.

Wer GO sagt, muss auch STOP sagen können! Auf der Strecke wird es viele Hindernisse geben, die nicht ziehend zu überwinden sind. Bitte denk bei eurem Training daran. Anhalten ist schwerer, wenn man gezogen wird!

Wer die Strecke nicht joggend schafft, kann zwischendurch gehen, den überholenden Teams nett zuwinken und lächeln.

 

Trail

An den Trail-Stationen kommen die Hundenasen zum Einsatz. Dafür müssen sie in der Lage sein, eine kurze Geruchsspur zu verfolgen.  Dieser Geruch wird ihnen an den jeweiligen Stellen in einer Plastiktüte präsentiert. Am Ende der Duftspur wartet ein Gegenstand auf euch, der euch die Lizenz zum Weiterlaufen gibt.

 

Teamwork

Tough Hunter ist wie das wahre Leben: gespickt mit Hindernissen. Erst in der Krise fühlst Du Deine Ressourcen.  Ein echter Tough Hunter stellt sich jeder Herausforderung!  Keines der Hindernisse stellt an sich eine Gefahr für Mensch und Hund dar, aber Anstrengung und Überwindung.

 

Dein Hund wird Dich lieben, wenn ihr Seite an Seite durch den Schlamm robbt, knöcheltief durch das Wasser rennt und springt, wenn Du ihm soziale Unterstützung und Orientierung im Gruselparcours bietest und er von Dir sicher getragen wird an Stellen, an denen er alleine nicht weiterkommt. Er wird Vertrauen entwickeln und wissen, dass ihr ein Team seid, wenn ihr gemeinsam zieht und schleppt.

 

Dein Hund  muss auf dem Parcours teilweise getragen werden. Ist er zu schwer, darf das gesamte Team seine Muskelkraft unter Beweis stellen.

 

Welche Hindernisse und Aufgaben konkret bei Tough Hunter dabei sind, wird nicht verraten.  Aber so viel soll erwähnt sein: Es wird Spaß machen, es stärkt eure Mensch-Hund-Beziehung, das Teamerleben und Du wirst ein bisschen dreckig.

 

Retrieve

Wenn etwas im Wald verloren geht, braucht es viele Menschen, um es wiederzufinden. Oder einen guten Hund! 

In der Freiverlorensuche werden die Hunde unangeleint in ein definiertes Gebiet geschickt und müssen dort eine gewisse Anzahl von Dummies (Sandsäcken) suchen, finden und zurückbringen. Die Dummies wiegen 250 Gramm, so dass auch kleinere Schnauzen keine Ausrede haben.

Je mehr Hunde aus dem Team apportieren können, desto schneller habt ihr diese Aufgabe erledigt und könnt weiterlaufen.

 

Wenn keiner der Hunde apportiert, solltet ihr euch vorher Tee kochen, damit ihr als Menschen beim Suchen der Dummies nicht auskühlt.

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Auf der Schleppe führt eine Geruchsspur in den Wald und zu einem Dummy.  Ein vom Team auserkorener Hund bekommt die vertrauensvolle Aufgabe, diesen Dummy aufzuspüren und zu apportieren. Am besten geht das ohne Leine. Wer aber Sorge hat, dass Hund mit Dummy im Wald verschwindet, darf angeleint agieren. Der Anfang der Spur ist gekennzeichnet.

 

Unverträgliche Hunde im Team dürfen eine kurze Pause einlegen und zusammen mit den Menschen die apportierenden Hunde anfeuern.  Sie dürfen während des Laufs nicht abgeleint werden und müssen einen Rennmaulkorb (ein Maulkorb, der ihnen das freie Hecheln erlaubt) tragen.

 

Impulskontrolle

Die Vorbereitung und der Lauf selbst helfen Hunden, ihre Impulse zu kontrollieren.  Ein echter Tough Hunter übt sich in Geduld, agiert, wenn sein Mensch es kommuniziert und dreht nicht einfach frei in seinen Emotionen und Handlungen. Keine Hatz ohne vorherige Ruhe, kein eigenständiges Ziehen im Geschirr zum unangemessenen Zeitpunkt, kein verselbstständigtes Verfolgen oder Fressen der Ablenkungen.

 

Wer diese Regeln befolgt, kann über Tough Hunter einen besser erzogenen Hund bekommen und hat es an den Hindernisse sehr viel leichter!

Tough Hunter heißt Gas geben UND bremsen können.

 

In der nachfolgenden Liste findest Du einige hilfreiche Begriffe für die Signalkontrolle. Natürlich dürfen die Wörter oder Zeichen frei gewählt werden. Vergiss über all die Begriffe nicht Deine Körpersprache und die Tatsache, dass Du für körpersprachliche Signale einen aufmerksamen Hund brauchst.

 

  • "Down":Der Hund liegt ruhig und darf trotz Ablenkung nicht aufspringen
  • "Easy": Der Hund verlangsamt sein Tempo
  • "Close": Der Hund kommt zu seinem Menschen und geht neben oder hinter ihm
  • "Stop": Der Hund hält an
  • "Fire": Der Hund darf loslaufen
  • "No": Der Hund darf die Ablenkung nicht verfolgen oder sie fressen
  • "Walk on: Der Hund geht an den Ablenkungen vorbei
  • "Trail": Der Hund bekommt einen Geruch präsentiert und soll die Spur verfolgen
  • "Search": Der Hund wird abgeleint, mit einem zusätzliche Handzeichen in ein Gebiet geschickt, sucht und apportiert gefundene Dummies
  • "Retrieve": Der Hund wird auf eine Geruchsspur gesetzt, abgeleint, verfolgt die Spur und apportiert den gefundenen Dummy
  • "Stay calm": Der Hund wartet ruhig an der Hasenzugmaschine)
  • "Hunt": Der Hund wird hinter dem unechten Hasen hinterhergeschickt und darf hetzen

Wer seinen Hund sprachlich nicht lenken kann, muss anders mit ihm kommunizieren und Spontanlösungen für auftretende Probleme finden. Am Ende sollen alle sicher ins Ziel kommen und dürfen über all ihre Fehler herzlich lachen.

 

Hunt

Jagdliche Reize finden sich im Wald überall.  Wir legen noch zusätzlich welche oben drauf! Mehrfach im Lauf werden Menschen und Hunde mit der Hasenzugmaschine konfrontiert. Mal dient sie der Ablenkung, mal müssen die Hunde in einer Ruhezone warten und mal dürfen sie den „falschen Hasen“ verfolgen. Keine der Jagden wird ohne vorherige Impulskontrolle erlaubt.  Unverträgliche Hunde dürfen an der Freilaufsequenz leider nicht teilnehmen und müssen angeleint die Verfolgung ihres Teams aufnehmen.

 

Fast Hunter

Wer den konkurrierenden Vergleich liebt, muss sich an dieser Stelle voll ins Zeug werfen.  Vom Startschuss bis zum Ziel liegt eine ca. 400 Meter lange Sprintstrecke mit ein paar erschwerenden Hindernissen und Ablenkungen.

 

Und es geht auf Zeit!

 

Da es eine Teamwertung ist, müssen alle aus dem Team mitmachen.  Die drei schnellsten Teams des Tages werden in der Kategorie Fast Hunter prämiert.  Wäre natürlich nett, wenn die Sprintstrecke am Anfang des Laufs läge. Ist aber nicht so.